Neues EU-Energielabel für Kühlmöbel

16/02/2021

Zum 1. März 2021 ändern sich die Vorgaben für die europaweit gültigen Energielabel. Das betrifft auch gewerbliche Kühl- und Tiefkühlmöbel, gekühlte Verkaufsautomaten, steckerfertige Möbel sowie Theken für Speiseeis. Um ihre Klimaschutzstrategie fortzusetzen, hat sich die Europäische Union unter anderem verpflichtet, die Energieeffizienz bis 2030 um mindestens 32,5 Prozent zu steigern. Schwerpunktmäßig soll das über eine umweltfreundliche Produktgestaltung – das Ökodesign – und umfassende Verbraucherinformationen in Form von Energiekennzeichnungen erreicht werden.

Neue Anforderungen an Effizienz
Ab dem 1. März 2021 tritt die Ökodesign-Richtlinie für gewerbliche Kühlmöbel in Kraft. Sie legt fest, dass in Europa nur noch Kühlmöbel verkauft werden dürfen, die in puncto Energieeffizienz festgelegte Mindestanforderungen erfüllen. Bei Kühl- und Tiefkühlmöbeln ist ein Energieeffizienzindex von <100 und bei Eistruhen bis 600 l <80 vorgeschrieben. Zum 1. September 2023 werden die Vorgaben nochmals verschärft, sodass der Index <80 bei Kühl- und Tiefkühlmöbeln und bei <50 für Eistruhen bis 600 l liegt. Experten schätzen, dass allein diese Maßnahme bis zum Jahr 2030 zu einer jährlichen Energieersparnis von 48 Terawattstunden führen wird.

Besser vergleichen können
Zeitgleich mit der Ökodesign-Richtlinie wird auch die Energiekennzeichnungspflicht für Kühlmöbel eingeführt. Sie sieht vor, dass Kühl- und TK-Möbel für Supermärkte, steckerfertige Möbel, Kühlmöbel für Getränke, Theken für unverpacktes Speiseeis und gekühlte Verkaufsautomaten ab März 2021 alle mit einem EU-Energielabel versehen werden müssen. Ziel ist eine bessere und einfachere Vergleichbarkeit der Produkte im Hinblick auf ihre Energieeffizienz. Dafür wird die Gesamteffizienz auf dem neuen Label mit den Klassen A bis G dargestellt. Die bisherigen Klassen A+ bis A+++ entfallen, denn sie erweckten häufig den Eindruck, dass nur geringe Unterschiede zwischen den Geräten der Energieklassen A+, A++ und A+++ bestünden. Voraussichtlich werden die energieeffizientesten Kühlmöbel auf dem Markt die Energieeffizienzklasse C erreichen, weil die Grenzwerte der Klassen A und B von der Europäischen Kommission bewusst sehr hoch festgelegt wurden, um die Entwicklung innovativer und besonders effizienter Produkte zu fördern. So werden nach und nach neue Produkte auf den Markt kommen, die die Anforderungen der Effizienzklassen A und B erfüllen.

Werbung nur mit EU-Label
Darüber hinaus ist das neue Energielabel übersichtlicher gestaltet. Auch das soll den Verbrauchern helfen, schneller alle wichtigen Informationen zur Energieeffizienz des jeweiligen Gerätes zu erfassen. So wird zum Beispiel der jährliche Stromverbrauch des Kühlmöbels in Kilowattstunden pro Jahr, sein Fassungsvermögen in Litern und die maximale Umgebungstemperatur in Grad Celsius angegeben. Neu ist zudem, dass das Energielabel künftig sowohl in der Produktwerbung als auch in den Online-Vertriebskanälen abgebildet werden muss. Damit sich die angegebenen Produktdaten nachvollziehen und überprüfen lassen, müssen Hersteller diese in einer Datenbank hinterlegen.