Schon heute vom Trend Food-Onlinehandel profitieren

12/05/2021

Der Onlinehandel mit Lebensmitteln wächst, begünstigt durch die langen Lockdown-Phasen, mehr Homeoffice und die steigende Unlust der Kunden, während der Pandemie im stationären Handel einzukaufen. Während Lebensmittelbestellungen im Netz vorher ein Nischengeschäft für Spezialanbieter waren, kommt der Food-Onlinehandel laut Bundesverband E-Commerce und Versandhandel e.V. 2020 auf einen Umsatz von rund 2,6 Milliarden Euro. Im Jahr 2019 lag dieser noch bei 1,6 Milliarden Euro. Mintel, eine internationale Agentur für Market Intelligence, prognostiziert in ihren globalen Verbrauchertrends 2021, dass der Onlinehandel  voraussichtlich zur Norm werden wird, und empfiehlt Einzelhändlern deshalb, digitale Möglichkeiten schon heute auszubauen und damit den Bedürfnissen der Kunden vorzugreifen. Mit einer Verbindung von Online- und Offlinewelt könnten sie ein einheitliches Einkaufserlebnis schaffen.

 

Im Netz bestellen, vor Ort abholen

Die Lebensmittel Zeitung führt in ihren zehn Trendthemen für 2021 an, dass stationäre Einzelhändler zunehmend in Multichannel-Lösungen investieren wollen. Es geht ihnen darum, Online- und Click & Collect-Angebote mit ihrem Vor-Ort-Angebot zu verknüpfen. Was in Frankreich bereits häufig genutzt wird, steckt in Deutschland noch in den Kinderschuhen: Abholstationen für im Netz bestellte Food und Nonfood-Artikel. Epta France hat landesweit 50 #EPTABricks, die Click & Collect-Systeme von Epta, installiert. Bei den Modulen sind die gekühlten mit 48 Prozent am beliebtesten, gefolgt von den Fächern für Trockenprodukte mit 34 Prozent. #EPTAfrozen-Bricks kommt in 18 Prozent der Fälle zum Einsatz. Supermärkte wie Intermarché, E.Leclerc und Carrefour setzen auf diese Möglichkeit, um eine Abwanderung der Kunden zur Onlinekonkurrenz zu verhindern und gleichzeitig einen zusätzlichen Service anzubieten.

 

Sehr hohe Auslastung

„In Frankreich hat die Pandemie die Installationen von #EPTABricks zusätzlich angekurbelt. Sie erscheinen unter den neuen Hygienebedingungen als geeigneter Einkaufskanal“, weiß Pavel Pardo, Chief Digital Officer bei Epta France. „Das lässt sich auch an den Bestellmengen der Nutzer ablesen, die im März 2020 einen ersten Höhepunkt erlebten. Zu Beginn der zweiten Pandemiewelle Anfang November gingen die Bestellungen erneut enorm in die Höhe.“ Was Epta France ebenfalls festgestellt hat: Wenn Einzelhändler einen Standort wählen, der den Kunden einen echten Mehrwert bringt, nutzen diese die Abholstationen besonders stark. „Click & Collect-Systeme direkt am Supermarkt sind genauso beliebt wie am Ausgang eines Krankenhauses oder eines großen Unternehmens“, sagt Pavel Pardo. „Wir bemerken auch, dass es viele Stamm-kunden gibt und gleichzeitig jede Woche neue Kunden hinzukommen.“ So hat Epta France für einen Standort mit 1660 Kunden die Auslastungsdaten ausgewertet und festgestellt, dass die Abholfächer von Ende März 2020 bis Mitte März 2021 zwischen 160 und 320 Prozent ausgelastet waren.