Epta Inside: Gut geplant ist halb gewonnen

17/06/2021

Wenn es um die Technische Planung bei Epta geht, führt kein Weg an ihm vorbei: Udo Görner ist ein alter Hase im Kältetechnikgeschäft. Seit mehr als 20 Jahren leitet er die Abteilung bei Epta und hat die Entwicklung der CO2-Kältetechnik hautnah erlebt und mitgestaltet. Er führt ein rund 30- köpfiges Team aus kaufmännischen und technischen Projektmanagern sowie Mitarbeitern der CAD- und der Elektrischen Mess-, Steuer- und Regelungstechnik-(EMSR-)Abteilung. Gemeinsam sind sie dafür verantwortlich, dass die Kälteanlage und die richtigen Kühlmöbel termingerecht beim Kun- den ankommen und die Kollegen der nachgeschalteten Installationsabteilung alle notwendigen Geräte und Maschinen vorfinden. Doch was so einfach klingt, besteht aus unzähligen Schritten und Aufgaben, die sehr genau aufeinander abgestimmt werden müssen. Die Projektmanager konfigurieren die gewünschten Kühlmöbel, projektieren die Kälteanlage, erstellen Leistungsverzeichnisse und geben diese Informationen an die Produktions- und Einkaufsabteilung sowie die Mitarbeiter des Materiallagers weiter. Unterstützt werden sie von den Mitarbeitern der CAD-Abteilung, die 2-D- und 3-D-Zeichnungen sowie Pläne zu den entsprechenden Projekten anfertigen. In der EMSR-Abteilung werden für die Epta-eigenen Steuerungen Schaltanlagen mit modernen Regelsystemen verschiedener Hersteller geplant und erstellt.

 

Den Überblick behalten

Die Projektmanager der Technischen Planung müssen Termine immer im Blick behalten. Ändert ein Kunde sei- ne Anforderungen an ein Kühlmöbel, müssen sie schnell und flexibel re- agieren. In der Regel ist es nicht da- mit getan, einfach nur das neue Möbel zu bestellen; der gesamte Prozess startet von vorne. Denn selbst kleinste Veränderungen wirken sich auf die Rohrnetze, den Schaltschrank oder die Projektierung der Verbundanlage aus. Ist alles für die Montage vor Ort vorbereitet, erfolgt die Übergabe an die Mitarbeiter der Installationsabteilung. Die Projektmanager übergeben diesen die Baustelleninformationen zur Anlage und begleiten sie technisch und kaufmännisch während des Aufbaus. Doch damit ist das Projekt noch nicht beendet. Die Mitarbeiter kontrollieren auch die Kosten und erstellen die Rechnung sowie die Revisionsunterlagen. 

 

Erste Kälteanlage im deutschen LEH

Kommt es zu größeren technischen Problemen bei der Montage, der Inbetriebnahme oder im Service, ist Udo Görner zur Stelle: „Ich finde technische Herausforderungen interessant und spannend.“ Das war ein Grund, warum er 2005 nicht zögerte, als der damalige Epta-Geschäftsführer Arthur Koch und der Vertriebsleiter Jan Kröger ihn fragten, ob er sich zutraue, die erste transkritische CO2-Kälteanlage für den deutschen Lebensmitteleinzelhandel zu bauen. Ein Jahr und viele technische technische Herausforderungen später ging tatsächlich deutschlandweit die allererste CO2-Kälteanlage überhaupt in einem Lebensmitteldiscounter in Betrieb. Sie war allerdings nur ein Meilenstein in der langen Kältetechnik-Karriere des heute 65-Jährigen. Die Umstellung von synthetischen auf natürliche Kältemittel – bei Kälteanlagen auf CO2 hat seine Arbeit sehr geprägt. Denn daraus entstanden neue technische Herausforderungen und es war seine Aufgabe, die Kolle- gen in neuen Techniken zu schulen und fit zu machen. „Großen Einfluss auf meine Arbeit hatte auch die Hermetisierung der Anlagen, um Leckagen und den Austritt von Kältemittel zu reduzieren. Dafür haben wir immer mehr auf Schraubverbindungen verzichtet und stattdessen Lötverbinder eingesetzt“, erklärt der Diplom-Ingenieur Maschinenbau. „In den letzten Jahren haben steigende Energiekosten und CO2-Emissionen dazu geführt, dass Effizienzsteigerungen stark an Bedeutung gewonnen haben. So haben wir zum Beispiel die Integralanlagen-Technologie entwickelt, mit der wir Kühlstellen kühlen und das Gebäude heizen sowie optional klimatisieren können.“

 

Nachfolge in guten Händen

Im Juni dieses Jahres beendet Udo Görner seine berufliche Laufbahn bei Epta. Doch sein Nachfolger steht schon fest: Marcel Krause hat im März bereits eigenverantwortlich das Projektmanagement übernommen. „So schaffen wir einen gleitenden Über- gang, bis ich in Rente gehe“, sagt Udo Görner. Doch ganz verlassen wird er Epta nicht, dafür macht ihm sein Job zu viel Spaß: „Ich werde auch weiterhin CO2-Schulungen geben und das Unternehmen beratend unterstützen.“ Seine Nachfolge legt er in erfahrene Hände. Marcel Krause qualifiziert sich nicht nur durch sein technisches Studium für die Abteilungsleiterposition, sondern auch durch seine langjährige Erfahrung in mehreren Kältetechnik- unternehmen und bei Epta selbst, wo  er unter anderem für die Kühlmöbellogistik verantwortlich war.